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In die Sonne schauen

Drama, Deutschland 2025, 155 Minuten, FSK ab 16
Regie: Mascha Schilinski, Besetzung: Hanna Heckt, Lena Urzendowsky, Laeni Geiseler
Ein abgelegener Vierseitenhof in der Altmark, dessen Wände seit über einem Jahrhundert die Geschichten der dort lebenden Menschen tragen. Ein Hof, den einst von vier Frauen bewohnten, deren Leben über verschiedene Jahrzehnten miteinander verknüpft sind. Alma, Erika, Angelika und Nelly – jede von ihnen verbringt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Ort. Doch während sie durch ihre eigene Zeit gehen, offenbaren sich ihnen Spuren aus der Vergangenheit. Verborgene Ängste und lange gehütete Geheimnisse treten zu Tage: Alma erfährt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde. Erika gerät in den Bann ihres schwer verletzten Onkels. Angelika schwankt zwischen Lebenslust und Todessehnsucht und Nelly wächst in scheinbarer Sicherheit auf – doch dunkle Träume und unbewusste Erinnerungen verfolgen sie.
In die Sonne schauen ist ein Mammutwerk, das nach und nach eine Faszination entfaltet, die im deutschen Kino ihresgleichen sucht. Genres verschmelzen, das Gefühl für Zeit wird aufgebrochen und Schicksale fließen ineinander, obwohl zwischen ihnen viele, viele Jahrzehnte liegen. Ein so grandios wie radikal inszenierter Film, der verstört und fasziniert, berührt und niederschmettert – und zwischendrin immer wieder mit makabrem Humor überrascht. Unbedingt anschauen.
